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Wenn es brennt und
schmerzt beim Wasselösen!
Was sind Hamwegsinfektionen? Wenn es Bakterien gelingt, in die Harnwege einzudringen, können sie sich an der Wand der Hamhiase ansiedeln und sich im Urin stark vermehren. Dadurch entsteht in der Schleimhaut der Harnblase eine Entzündung, die plötzlich heftige Beschwerden auslöst: · Brennen und Schmerzen beim Wasserlösen· häufiger, starker Harndrang· Schmerzen im untersten Teil des BauchesBei einer akuten Blasenentzündung findet der Arzt im Urin Entzündungszellen (weisse Blutkörperchen) und Bakterien in grosser Zahl. Blasenentzündungen sind bei jugendlichen und erwachsenen Frauen fast etwas Gewöhnliches: Sie sind zwar lästig, aber in der Regel harmlos. Auch wenn Frauen im Laufe der Jahre wiederholt von Blaseninfektionen geplagt werden, müssen sie keine schwerwiegenden Folgen (z.B. Nierenschäden) befürchten. Zur Beseitigung der Entzündungsbeschwerden reicht bereits eine kurze Behandlung aus. Der Arzt verschreibt in der Regel für drei Tage ein Medikament, das Bakterien vernichtet (Antibiotikum). Welche Hamwegsinfekte sind ungewöhnlich? Schwangere Frauen sollten schon bei geringfügigen Anzeichen einer Hamwegsinfektion den Arzt aufsuchen, weil das Risiko besteht, dass sich die Blasenentzündung auf das Nierenbecken ausweitet. Bei Schwangeren muss sogar dann eine Behandlung erfolgen, wenn keine Beschwerden beim Wasserlösen bestehen, aber anlässlich von Urinkontrollen Bakterien zu finden sind. Bei Kindern (Mädchen und Knaben bis 12 Jahre) stecken hinter Blasenentzündungen häufig angeborene Anomalien der Harnwege, die einer speziellen Behandlung bedürfen. Bei Personen mir Zuckerkrankheit (Diabetes), mit neurologischen Erkrankungen oder mir Nieren-/ Blasensteinen ist manchmal der Abfluss des Urins gestört. Blaseninfektionen können sich dann in gefährlicher Weise auf die Nieren ausbreiten. Manchmal dringen Bakterien sogar in die Blutbahn ein. Männer erkranken wesentlich seltener an Hamwegsinfektionen als Frauen. Die Behandlung ist bei Männern aber schwieriger. Oft verhindert bei älteren Männern die vergrösserte Vorsteherdrüse (Prostata) die vollständige Blasenentleerung. Bakterien nützen die Stauung aus und vermehren sich stark. Eine Prostata-operation heseitigt mit dem Ahflusshindernis auch die Neigung zu wiederholten Blasenentzündungen. Blasenentzündungen verursachen kein Fieber. Wenn die gewöhnlichen Beschwerden von Fieber, allgemeinem Krankheitsgefühl, Uebelkeit und Rückenschmerzen in der Nierengegend begleitet sind, hat sich die Infektion oft schon auf die Nieren ausgeweitet und es handelt sich um eine Nierenbeckenentzündung. In siesen komplizierten Fällen muss rasch ein Artz konsultiert werden damit er eine intenisve, zweiwöchige Antihiotikahehandlung einleiten kann. Warum leiden Frauen so oft an Blasenentzündungen?Anders als hei Männern ist die Harnröhre von Frauen kurz und ihre Öffnung hefindet sich nicht weit von der Anusregion entfernt. Weil der Enddarm massenhaft Bakterien enthält, kann es leicht geschehen, dass ganz normale Darmhakterien (zumeist Escherichia coli) sich im Bereich der Hamröhrenöffnung ansiedeln. Unter günstigen Wachstumshedingungen vermehren sie sich auch innerhaih der Harnröhre und erreichen hald die Hamhiase, wo sich eine Entzündung entwickelt. Erstaunlicherweise finden die Darmbakterien gerade dann günstige Wachstumsverhältnisse vor, wenn Frauen besonders gründlich für ihre Genitalhygiene sprgem- Durch allzuhäufigen Seifengebrauch im Intimbercih, durch Scheidenspülungen und Intimsprays werden die normalen Schutzbakterien im Bereiche von Scheide und Harnröhrenmündung zerstört. Auf allzu sauberer Schleimhaut können sich Darmbakterien ungehemmt vermehren.. Auch gewisse Schwangerschaftsverhütungsmittel (Scheidendiaphragma, spermienabtötende Cremes und Scheidenzäpfehen) erleichtern die Aushreitung von Darmhakterien. Beim Geschlechtsverkehr gelangen manchmal Bakterien in die Blase. Um Blasenentzündungen zu vermeiden, hewährt es sich, nach dem Sex die Blase zu entleeren. Nach den Wechseljahren macht der Mangel an weihlichem Geschlechtshormon (Östrogen) die Schleimhaut im Intimhereich hesonders anfällig für Bakterienhefall. Oft hilft eineHormonbehandlung (Östrogen in Form von neremes oder Pillen) gegen wiederholte Blasenentzündungen. Auch Gebärmuttersenbegünstigen bei älteren Frauen die Entstehung von Blasenentzündungen .Vorbeugung ist möglich! Folgende Ratschläge bewähren sich zur Vorbeugung von Hamwegsinfektionen: · Genügend trinken (Wasser, Tee, andere Getränke), mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag. · Die Blase täglich mehrmals entleeren, so-bald sich Harndrang meldet. Auf möglichst vollständige Entleerung achten.· Bei der Intimhygiene nicht übertreiben.· Nach dem Geschlechtsverkehr die Blase vollständig entleeren. Statt eines Scheidendiaphragmas und einer spermientötenden Creme ein anderes Verhütungsmittel wählen.· Bei Neigung zu wiederholten Blasenentzündungen Unterkühlung vermeiden (nicht auf kalter Unterlage liegen od. sitzen, die Füsse nicht in kaltes Wasser tauchen).was ist los bei häufigen Rückfällen: Manche Frauen werden in kürzeren oder längeren Abständen immer wieder von erneuten Blasenentzündungen geplagt. Meistens bedeutet dies nicht, dass die Bahdnlung ungenügend war. Vielmehr handlet es sich immer wieder um neue Infektionen aus dem unerschöpflichen Reservoir der Darmbakterien. Eien dreitägige Behandlung mit dmeselsben Antibiotikum reicht in der Regel aus, um die erneuten Infektionen zuverlässig zu beseitigen. Bei häufigen Neuinfektionen (mehr als drei pro Jahr) empfiehlt sich eine gründliche Untersuchung der Harnwege, damit der Arzt Besonderheiten erkennen und behandeln kann. Oft lassen sich weitere Infektionen dank vorbeugender Behandlung mit einem bakterientötenden Medikament verhindern. Manchmal rät der Arzt, das Antibiotikum jeweils nach dem Geschlechtsverkehr einzunehmen. Manchmal empfiehlt er eine tägliche Einnahme während der Dauer von sechs Monaten. Es gibt auch Hinweise darauf, dass der Extrakt von Preiselbeeren (Cranberries) vorbeugend gegen wiederholte Jofektionen wirkt.
Reizblase: Blasenbeschwerden ohne Infektion Durch Brennen und Schmerzen beim Wasserlösen äussern sich nicht nur Blasenentzüngen sondern auch andere Infektionseiten (z.B. Hamröhrenentzündung, Scheidenentzündung bei Frauen oder Entzündung der Vorsteherdrüse bei Männern). Der Arzt kann diese Erkrankungen feststellen und entsprechend behandeln. Manchmal deuten zwar die Beschwerden auf eine Blasenentzündung hin, aber im Urin sind keine Entzündungszellen (weisse Blutkörperchen) und keine Bakterien zu finden. Wenn dieUntersuchung auch gegen die genannten andern Infektionskrankheiten spricht, lautet die aerztliche Diagnose oft: Reizblase. Wie die Reizhlasenbeschwerden entstehen, ist noch unItlar. Möglicherweise handelt es sich um eine psychosomatische Störung, bei der seelische Einflüsse eine wichtige Rolle spielen. Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, wenn Sie Blasenbeschwerden spüren!
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